Ich weis nicht wo ich anfangen soll. Im Moment gehen mir wieder hunderte Dinge im Kopf umher. Im Gegensatz zu anderen Jugendlichen – nicht allen, aber einem Großteil – bin ich mit 17 in mein eigenes Leben gestartet, fand das damals total cool und mega toll und alles mögliche.
Jetzt - fast 1,5 Jahre später - bin ich mir nicht mehr so sicher. Klar war es damals cool, immerhin war ich von zu Hause weg und konnte tun und lassen was ich wollte. Jetzt würde ich gerne wieder gebunden sein, auf eine normale Schule gehen, mein Abitur machen und am Wochenende mit den Freunden treffen und ab und an eine Party feiern. Damals war ich ein Möchtegern-Erwachsener der zufrieden war.
Aber wie alle normalen Jungendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden habe ich gemerkt, dass ich nicht weit kommen werde mit dem was ich im Moment habe und mehr will. Mehr für meine Zukunft.
Jetzt habe ich das Problem, dass ich einerseits an meiner Zukunft arbeiten will und einen Weg eingeschlagen habe den ich durchziehen will aber genauso merke dass mir dieser Weg mehr als nur sehr schwer fällt. Zu gerne würde ich mein Leben in München aufgeben, nach Hause gehen und dort versuchen zu regeln auf das Gymnasium zu kommen, oder – wenn es nichts anderes gibt – FOS oder BOS zu machen.
Andererseits weis ich genau, dass ich zu Hause nicht mehr glücklich werde, nachdem ich nun die Stadtluft geschnuppert habe und ich sie mag. Und zumal ich nun endlich Freunde in meiner Stadt finde, Leute die mir wichtig geworden sind und ich es nicht riskieren will sie nicht einfach so spontan sehen zu können. Freunde nämlich spontan treffen zu können ist das Beste was mir passiert ist, da ich das aus meiner Kinderzeit einfach nicht kenne.
In München meinen Job kündigen um auf eine Schule zu gehen kann ich nicht, da ich mir das Leben hier sonst nicht mehr finanzieren könnte. Zwickmühle. Das andere was mir eingefallen ist, ich wollte schon früher und ich will noch immer ins Ausland. Als Austauschschülering kann ich nicht, ich bin ja auf keiner Schule mehr und ob das Fernstudium zählt ist unklar. Das ist der nächste Punkt: ich will das Studium nicht abbrechen und ins Ausland gehen, sollte ich aber als Schülerin ins Ausland gehen hätte ich eine Doppelbelastung die tatsächlich schwer werden könnte. Zumal habe ich wieder das Problem dass ich kündigen und meine Zelte abbrechen müsste. Ich weis dass es für meine Freunde leichter wäre zu verzeihen dass ich ins Ausland gehen als wenn ich nur wieder heim gehen würde.
Das andere, ich könnte als Au-Pair gehen, die Qualifikationen – bis auf den Führerschein – habe ich alle. Aber ehrlich, lieber würde ich auf eine richtige High School gehen als nur ab und an auf einer Uni zu sein und ein paar kleine Kurse zu machen und mich sonst nur mit den Kindern zu beschäftigen. Wobei es so leichter wäre das Studium vorzuführen.
Aber trotzdem habe ich das Problem dass ich hier alles aufgeben muss und wenn ich zurück in Deutschland bin habe vielleicht nicht mehr das Glück wieder in München arbeiten zu können...
Ich finde, das Thema ‚Zukunft’ ist nicht so einfach wie viele Denken. Ich zerbreche mir den Kopf über meine Zukunft, Pro und Contra, usw. und ich komme auf keinen grünen Zweig. Da mir immer im Kopf hängt: „Was passiert, wenn du das und das macht, wie kommt das im Lebenslauf rüber, was denken zukünftige Arbeitgeber darüber?“
Zur Zeit fühle ich mich wie ein Kind dass nicht weis was es will anstatt eine junge Erwachsene die schon hat wovon viele träumen. Ich fühl mich eher alleine und abgehackt als sicher und stolz. Ich will vieles nicht was ich habe und weis dass ich es nicht abgeben kann.
Früher gab ich mich erwachsen, jetzt bin ich auf dem Weg es zu werden. Doch fühl ich mich trotzdem wie ein Kind. Ein Wesen, dass einfach in diese „Du musst erwachsen sein!“-Rolle geschubst wurde.
Ich hatte keine andere Wahl als erwachsen zu sein, wenn ich alleine in einer Großstadt und in einem solchen Beruf bestehen will. Und nun bekomme ich langsam die Quittung dafür.
einen klaren Gedanken fassen?
Genau kann ich es nicht sagen. Ich habe einfach mal wieder den Drang etwas zu schreiben. Ganz belanglos. Eigentlich wollte ich noch den ein oder anderen Brief schreiben, ich glaube nach den letzten Wochen gibt es bei dem ein ander anderen Klärungsbedarf. Aber das kann auch noch bis morgen warten, hoffe ich.
Hier ist es gerade still. Das erstemal seit zwei Wochen das es ruhig ist in meiner Wohnung. Das ein oder andere Auto dass die Straße entlangbraust, der Schnee der dabei von den Reifen weggeschleudert wird, die Tasten wenn ich schreibe... mehr ist nicht zu hören.
Es ist das erste mal seit einem Jahr, dass nicht der Fernseher, eine DVD oder Musik läuft, sondern dass ich einfach nur alleine hier sitze und der Stille lausche.
Ich weis es nicht. Liegt es daran dass ich mich vielleicht endlich eingelebt habe? Oder daran, dass ich in eigentlich 4 Wochen in eine andere Wohnung ziehe? Oder vielleicht daran, dass ich es nun entgültig gewohnt bin, alleine zu sein? Ich meine, meine Familie ist 170km und meine Freunde bis zu 800km von mir weg. Liegt es vielleicht daran?
Ich weis es nicht, aber ich genieße es.
Kennt ihr dass, wenn ihr Musik hören wollt, euch Massen zur Verfügung stehen, aber ihr euch einfach nicht entscheiden könnt oder einfach nicht das Richtige findet? Ich hatte schon Zeiten, da saß ich vor meinem Laptop, hab 13.000 Songs (ungelogen!) durchgeklickt, aber einfach nicht das gefunden was ich genau zu dem Zeitpunkt gebraucht habe. Da sitze ich dann immer da und frage mich, ob ich zu hohe oder zu niedrige Ansprüche an Musik habe, dass ich nichts finde was meine Stimmung zusagt. Das mit Musik ist aber auch eine Phylosophie für sich.
Ich meine, die einen lieben HipHop, andere Techno, andere Rock und die Nächsten Schlager. Aber die meisten denken nicht daran, dass es bei diesen Bezeichnungen noch weitaus mehr Unterkapitel kennt, die aber kaum jemand kennt.
Wenn einer sagt, er mag Rock, mag er dan Soft-Rock, Hard-Rock, Old School oder New Wave?
Ebenso wie für viele ihre belibete Musikrichtung nicht einfach nur Musik, sondern tatsächliche eine Lebeneinstellung ist. Auch wenn anderen das zu meist übertrieben scheint. Die einen finden es lachhaft wie sich HopHopper kleiden mit ihren '5XL Schlafanzügen' und 'dem Schritt in den Kniekehlen'. Andere finden es dumm sich die Haare but zu färben, aufzustellen, Nieten zu tragen inklusive kaputten Klamotten und den ganzen Tag biersaufend auf dem Bahnhof zu verbrigen, was - unter uns gesagt - doch die Standartvorstellung eines Punks ist.
Tatsache ist aber, dass Musik und die zum Teil damit verbundene Lebensphilosophie geschmackssache ist. Und über Geschmack lässt sich - bekanntlich - nicht streiten.
In den letzten Tagen habe ich mir viele Gedanken über Freunde und die Liebe gemacht. Wer sind meine Freunde?
Menschen die mich kennen, akzeptieren, eingehen dass ich ab und zu wirklich verrückt sein kann und als typischer Stier und schlimmen Stimmungsschwankungen leide. Und die trotzdem mit mir Zeit verbringen wollen und mit mir reden, mir aber auch zuhören wenn ich Hilfe brauche.
Das sind meine Freunde.
Wen liebe ich?
Dazu habe ich keine Antwort. Ich gebe es zu, ich habe noch nie jemanden 'geliebt' wie es für eine Beziehung nötig war. Ja, ich kann sogar sagen, bis auf einmal war ich noch nicht mel verknallt oder verliebt. Noch nie. In meinem ganzen Leben noch nicht. Klar, für euch klingt das nicht nach viel, sind ja erst 18 Jahre. Trotzdem verwirrt mich das etwas. Und andererseits bin ich ganz froh darüber. Für die Liebe braucht man einen gewissen Punkt an Reife, sowohl psychisch als auch emotional. Von beidem war ich bisher nicht in der Lage, zu lieben. Und ich glaube in manch einer kleinen Hinsicht werde ich es auch noch lange nicht sein.
Im Moment lebe ich zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Ich wechsle immer zwischen den beiden Orten hin und her, überlege, denke nach, zerbreche mir den Kopf und liege dann nur wieder da und lass die Gedanken vor meinen Augen zu Bildern werden und durch mein Zimmer wandern. Ich denke an die schönen Zeiten von 'früher' zurück und überlege wie ich 'später' sein könnte, leben könnte, arbeiten oder studieren könnte.
Einzig aus der Gegenwart habe ich mich die letzten Wochen zurück gezogen. Ich kam nicht damit klar was war oder noch immer ist, kann man sagen. Ab und zu scheint alles Perfekt... und dann platzt die Bombe. Meine hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich hänge immer noch halb in der Luft. Und ich glaube, bis ich diesen festen Boden wieder unter den Füßen spüren kann, bei dem ich mich sicher fühle, das wird noch dauern. Dafür ist er mir zu schnell und zu weit wegezogen worden.
Aber, im Gegensatz zu vielen anderen, versinke ich nicht in Depressionen, Alkohol oder sonstigen Suchten. Ich sitze nicht ununterborchen vor dem Laptop und verirre mich in eine virtuelle Welt. Ich setzte mich mit der Vergangenheit und er Zukunft auseinander. Das ist meine Art mit der Gegenwart zurecht zu kommen.
Ich glaube, es reicht für heute Nacht. Es sind Theman die mich die letzten Wochen beschäfitgt haben, inklusive noch zwei oder drei anderen. Allerdings endet der Blog dann nie. Und ich will mir noch eine CD raussuchen und meine Gedanken mal wieder schweben lassen. Das bin ich dem ein ander anderen schuldig.
Ich wünsche euch eine gute Nacht.
Schöne Träume
Und ein wundervolles Wochenende!
Eure
Mia Sommer
Die Liebe – das ist etwas was Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Rentner beschäftigt. Wo findet man die Liebe? Wie ist die Liebe? Und das wichtigste: Was eigentlich ist die Liebe?
Liebe ist das Gefühl nicht mehr ohne jemanden Leben zu können. Dies kann aber auch Freundschaft sein.
Liebe ist der Gedanke der immer nur bei einer wichtigen Person ist, egal ob abends vor dem Einschlafen oder morgens nach dem Aufstehen. Dies kann aber auch Freundschaft sein.
Liebe ist die Einstellung, die man gegenüber einem besonderem Menschen hat, den man hält immer zu ihm, verzeiht ihm alles und steht immer hinter ihm, egal was er anstallt. Aber auch dies kann Freundschaft sein.
Ist Liebe denn nun dasselbe wie Freundschaft, oder liegen doch ein paar Meter dazwischen? Klären wir erst mal diese Frage. Die Liebe kann ohne die Freundschaft zum Partner nicht bestehen. Und die Freundschaft kann ohne einen Fünkchen Liebe nicht aufrecht erhalten. Also kann man eigentlich niemanden lieben, zu dem man keine Freundschaft aufbauen kann und umgekehrt. Das ist doch logisch. Ich liebe meine Schwester, denn sie ist auch eine meiner besten Freundinnen. Ich liebe meine Eltern, denn sie sind immer für mich da wenn ich sie an meiner Seite brauche. Und liebe meine Freunde, weil sie mich so nehmen wie ich bin, mit meinen Macken und meiner Einstellung. Aber diese Liebe ist nicht gleich Liebe. Diese Liebe ist nicht wie die Liebe die man zu dem Menschen empfindet, mit dem man sein Leben verbringt, eine Familie gründet und alt wird.
Aber ist denn diese – vermutlich – einmalige Liebe die Wahrheit, oder nicht einfach eine Illusion, die wir uns aufbauen, weil wir jemanden brauchen der nur einen selbst liebt und sonst keinen anderen Menschen solche Gefühle entgegenbringt? Ist die Liebe eine Illusion in der wir uns vorspielen, ohne den anderen nicht mehr leben zu können und zu wollen? Oder gibt es wirklich diese Gefühl der Liebe?
Ich muss gestehen, ich habe darauf keine Antwort. Zur Zeit spielt für mich das Wort Liebe keine große Rolle. Ich lebe im Moment für meine Arbeit und meine Zukunft die ich mir aufbauen will und die ich mir von niemanden nehmen lassen will, der mir vielleicht nicht oder eben doch für immer bleibt. Und ich für meinen Teil war auch noch nie verliebt.
Was denkt ihr, wenn ihr so etwas hört? Ist dieser Mensch dumm, weil er keine Liebe zulässt, ist er schlau weil er sich nichts kaputtmachen oder nehmen lassen will? Oder ist er eine Mischung aus beidem? Ist es gut keine Liebe zuzulassen, ist es ungesund sich selbst auf Liebesentzug zu schicken?
Das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss. Und die Liebe ist ein Gefühl, dass jeder für sich selbst finden muss. Es gibt niemanden, der genau sagen kann was Liebe ist. Es gibt niemanden, der uns die Entscheidung gibt oder abnimmt, wenn wir lieben und wen nicht. Und es gibt niemanden, der diese Eine Frage beantworten kann: Was ist Liebe?
Wieder einmal durfte ich mit ansehen wie das Leben einiger Menschen sozusagen zu Ende ging. Und wie die meisten völlig vor den Kopf gestoßen dastanden und nicht wussten was passiert war, dass es denn nun schon soweit war. Ich meine jetzt nicht das Ende dieser Menschen, dass sie verstorben wären. Nein. Sie selbst sind noch da, aber ein kleiner Teil ihrer Selbst hat sich verabschiedet.
Ich spreche hier von der Trennung einer Band. So wie so sooft geschieht und noch öfter einfach dahingenommen, ignoriert oder einfach übersehen wird. Es gibt hunderte Bands, und jeden Tag trennen sich welche und schließen sich neue zusammen. Und doch wird immer wieder ein Zirkus darum veranstaltet.
„Oh mein Gott, der Sinn meines Lebens ist nicht mehr da, was soll ich denn jetzt machen?“ „Man, jetzt ist noch ein Hobby von mir flöten gegangen, was soll ich denn jetzt noch machen?“ oder „Wir wollen alles dafür tun gekannt zu werden bevor sie weg sind.“ Es wurde verlautet, dass das Leben eines selbst nun keinen Sinn mehr hätte. Dass sie bestimmte Leute dafür hassen würden.
Dann sitze ich da, und frage mich: Warum? Wieso? Weshalb? Was ist passiert? Und wie geht es den betroffenen Mitgliedern? Ich verstehe die ‚Fans’ nicht, die nur an sich denken. Die sich nicht darum kümmern was passiert sein mag oder wie es der Band geht, nein, denen es nur darum geht was sie denn nun machen sollen, da ‚ihr große Liebe’ nun nicht mehr da ist.
Es ist traurig. Es ist traurig dass die Fans sich hassen, es ist traurig dass weiterhin noch immer sie selbst und ihre Belangen an erster Stelle stehen. Es ist traurig, dass keine Einigkeit entstehen kann. Es ist traurig, dass so viel Lüge in der Luft schwebt. Es ist traurig, dass – jetzt wo alles zu Ende ist – noch immer niemand den Mund aufmacht und die Wahrheit sagen kann. Es ist traurig, dass alles ein solches Ende nehmen muss. Und es ist traurig, dass es nicht nur eine Seite betrifft.
Fans beschweren sich über die Band und ihr Handeln. Dabei hinterfragen sie nicht einmal, warum die Band genau so handelt. Wer weis, vielleicht ist was Bandintern, in der Familie, im Freundeskreis, mit dem Management oder Plattenlabel... wer kann das sagen, wenn niemand nachfragt?
Um die richtigen Antworten zu bekommen, muss man die richtigen Fragen stellen. Und um die richtigen Fragen zu finden, muss man sich selbst fragen: Wieso? Was ist passiert?
Ich hab es oft und zu vielen gesagt: Das Ende beginnt mit etwas Neuem. Das Ende ist tragisch, traurig, und für man einen wohl sinnlos. Aber es gibt immer ein Ende. Und das Ende beginnt immer mit etwas Neuem. Dass das Neue schön ist und besser, das sage ich nicht. Das ist nicht immer der Fall, sonst würden wir in einem Film leben und nicht in einem richtigen Leben. Aber es beginnt was Neues.
Es tut mir leid wenn ich sagen muss, dass ich die meisten Personen, die ich die letzten Tage gesehen habe, lächerlich finde. Und niveaulos. Sowohl das Verhalten als auch das Auftreten. Es ist lächerlich, wie sich manche aufspielen und benehmen. Und diese Tage haben mir gezeigt, wieso ich zu den meisten Personen keinen Kontakt aufbauen wollte.
Es ist traurig, dass eine wundervolle Zeit so erbärmlich enden muss und diese wundervolle Zeit plötzlich sinnlos erscheinen kann. Ich wünsche allen, die diesen Blog lesen alles gut für ihre Zukunft.
Ich hoffe für euch, dass ihr ein neues Hobby findet,
dass ihr lernt eigenständig zu denken und zu handeln,
selbstständig zu leben,
andere Menschen zu akzeptieren wie sie sind und
dass ihr bei Problemen oder Missverständnissen zu den Personen hingehen könnt die es betrifft und nicht wie sehr viele andere das lästern anfängt.
Ich hoffe für euch, dass ich aus euren Fehlern lernt und das nächste mal besser handelt.
Denn wer weis, vielleicht habt ihr durch euer kindisches und durchaus dummes Verhalten manch jemanden verscheucht, der vielleicht euer Freund hätte werden können... hättet ihr gesagt was euch bedrückt oder stört.
Ich hoffe für euch und uns alle, dass ihr etwas aus euern Fehlern lernt. Ich lerne daraus und versuche dadurch ein besserer Mensch zu werden. Könnt ihr das auch?
Ich möchte nur noch eines loswerden: Es ist traurig, dass es zu Ende ist und so zu Ende gegangen ist. Und ab und an wünschte ich mir, keine Fragen gestellt zu haben. Andererseits bin ich darüber auch froh. Ich hoffe für alle, dass sie ein neues und durchaus besseres Leben beginnen können, sowohl beruflich als auch privat. Und ich bete für alle, dass sie erwachsen werden.
Ja, was für eine Zeit gab es denn? Eine Zeit der Trauer, eine Zeit der Liebe, eine Zeit des Hasses und Krieges und eine Zeit des Friedens. Eine Zeit des Feierns, eine Zeit des Entspannen, eine Zeit um zu leben und eine Zeit um zu sterben. Eine Zeit um Freunde zu finden und eine zeit um Freunde zu verlieren. Es gibt und gab immer eine Zeit.
Eine Zeit, in der es keine Medien gab, in der unsere Kinder nicht davon abhängig sind jeden Tag ihr YU-GI-OH und One Piece zu sehen oder Spongebob Schwammkopf im dem seltsamen viereckigen Flimmerbildschirm zu betrachten. In der sie nicht bis tief in der Nacht am ihren PCs oder Laptops sitzen um Halo 3 oder World of Warkraft zu spielen.
Eine Zeit, in der es nicht wichtig war wer am besten angesehen ist, wer die besten Noten und den besten Abschluss hat und auf der besten Schule war.
Eine Zeit, in der es nicht wichtig war die neueste Mode von den Laufstegen New Yorks oder Paris’ zu tragen, oder auszusehen wie Paris Hilton mit ihrem pinken Minihund der mehr einer Ratte als einem Hund ähnlich sieht.
Eine Zeit, in der Musiker noch eine Chance hatten sich zu beweisen und wirklich standhaft im Business zu sein. Denn damals, ja damals gab es keinen PC und keine Brenner um sich alles mögliche zuschicken zu lassen um es sich dann zu brennen um sich damals 20-30 Mark zu sparen oder heute 15-20 Euro. Es gab eine Zeit, in der Musiker angemessen für ihre Arbeit bezahlt wurden und tatsächliche Anerkennung bekommen haben.
Manchmal wünsche ich mir diese alte Zeit zurück. Allerdings ist mit dieser alten Zeit wie ich sei meine mitunter der Zweite Weltkrieg und das dadurch geteilte Deutschland gemeint. Das war keine schöne Zeit, das ist eine Zeit die ich froh bin nicht miterlebt zu haben. Es ist ein Zwiespalt. Einerseits – Andererseits. Eigentlich – Aber. Vielleicht – Nicht – Doch.
Ich weis nicht was ich von ‚heute’ denken soll. Früher gab es die Beulenpest, heute ist es BSE, Vogel- und Schweinegrippe. Früher waren es Adlige und Könige, heute sind es Politiker. Früher war es Hitler und heute? Ja, es ist es heute? Was manipuliert uns heute? Medien, Politiker, Menschen in unserer Umgebung, Medien... man kann immer wieder vor vorne anfangen.
Manchmal, wenn ich mir das alles von außen versuche anzusehen, wünsche ich mich in eine Zeit vor einigen hundert Jahren. Doch auch damals mussten die Menschen mit politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen kämpfen. Und das mussten sie auch vor einigen tausend Jahren. Die Menschen haben immer Probleme mit etwas gegen das sie dann versuch anzugehen. Egal ob heute, gestern oder vor eintausend Jahren. Es gab immer dieselben Probleme. Nur dass sie sich – mit den Menschen, ihrem Lebensraum – verändert und weiterentwickelt haben.
Dadurch lässt sich nicht sagen wann man wohl besser hätte leben können. Also ich kann es für mich nicht beurteilen. Ich bin einerseits froh heute zu leben aus einigen Gründen, ebenso würde ich am liebsten in die Vergangenheit reisen und dort leben, und wenn es nur als Bauernfrau ist die tagtäglich auf dem Feld arbeitet und Kinder großzieht. Ab und an erscheint mir das Leben einfacher als heutzutage.
Ich glaube ihr merkt, dass ich etwas verwirrt bin. Eher durcheinander. Aber ich finde die heutige Zeit auch verwirrend. Für alles braucht man Versicherungen, alles muss angemeldet und registriert und wehe wenn nicht, hast du sofort die falschen Leute im Nacken hängen und darfst zahlen. Und zwar sehr viel. Gesetzlich festgelegte Hilfen bekommst du plötzlich doch nicht, weil du unter bestimmten kleingedruckten Regeln nicht in die für die Ansprüche der festgelegten Hilfen fällst. Leute, die von Sozialhilfe oder Harz4 leben haben ab und an ein besseres leben als die, die dafür arbeiten.
Nicht zu vergessen die mit Abgasen verpesstete Luft, die zerstörte und zurückgehende Ozonschicht und der Untergang der uns in vielleicht erst hundert Jahren bevorsteht, der aber eintreten wird. Da wir heute in einer Ellenbogengesellschaft leben, die nicht über ihren Tellerrand hinwegsehen. Traurig.
Wer verspricht uns denn, dass unsere Enkelkinder oder Enkelsenkelkinder nicht in einer neuen Eiszeit aufwachsen, oder in einer Wüste und mit acht Jahren dann sterben, weil das Wasser nicht trinkbar ist?
Wer verspricht uns, dass die Welt nicht noch weiter geht und mit den Jahrhunderten neue Lebensformen schafft, vielleicht etwas wie vor Millionen Jahren die Dinosaurier, nur gefährlicher?
Wer verspricht uns, dass wir nicht doch ertrinken?
Oder doch einfrieren?
Oder doch regelrecht vor Hitze umkommen?
Oder...
Oder...
Oder...
Aber, wieso mache ich mir diese Gedanken? Warum liege ich nachts wach, versuche in das Durcheinander das in meinem Kopf herrscht einen Weg zu finden und mir aufzuschreiben wie ich diesen Weg finden und gehen kann?
Es ist eine Tatsache, dass wir in einer Ellenbogengesellschaft leben.
Es ist eine Tatsache, dass die meisten Menschen nicht über ihren Tellerrand hinwegsehen.
Und es ist eine Tatsache, dass die Welt untergeht. Nicht sofort... in vielen Parts, Schritt für Schritt, über viele, viele Jahre. Vielleicht erleben wir es nicht mehr mit. Und unsere Kinder nicht. Und unsere Enkelkinder nicht. Aber deren Kinder oder Kindeskinder.
Und dann sollten wir uns fragen: Wollen wir das den Kindeskindeskindern unserer Kinder tatsächlich antun? Oder kann man nicht doch was dagegen tun? Kann man – als einzelne Person – etwas bewegen um zu verhindern was vielleicht passieren wird – wo wir nicht einmal genau wissen, was genau passieren wird?
Es gab eine Zeit, in der mussten die Menschen sich keine Gedanken um die Ozonschicht und das verwirrte Wetter machen. Denn es gab eine Zeit, in der es keine Autos und Flugzeuge gab, keine Züge und keine Fabriken.
Es gab eine Zeit, in der machte sich niemand sorgen darum dass die Pole schmelzen, kaltes Wasser in den Ozean schicken und ihn somit zum stillstand bringen könnte. Dass ganze Inseln und Teile von Ländern unter Wasser geraten und nicht mehr bewohnbar sind, wenn die Pole schmelzen.
Es gab eine Zeit, da machte man sich keine Sorgen um etwas, dass vielleicht doch nicht so eintrifft aber vielleicht doch schlimmer als man es sich hätte erträumen können.
Es war ein langer Tag und wie man sieht auch eine lange Nacht. In der mich solche verwirrenden Gedanken einfach vom schlafen abhalten.
Aber hilft es mir was, mir diese Gedanken zu machen?
Ich war gestern - wie vielleicht mehrere von euch - auf dem Friedhof. 1o Todestag meines Opas. Es ist Tradition bei uns geworden dass wir alle zur Kirche am Friedhof vor Opas Grab zusammenkommen und danach zu meiner Oma gehen, Kaffee trinken und reden. Wenn ich micht nicht täusche ist es auch seit über fünf Jahres der einzige Tag im Jahr der mich dazu bewegt in die Kirche zu gehen. Ansonsten bekommt mich nichts und niemand mehr in eine Messe.
Ich fand es allerdings interessant, wie leer unser Friedhof gestern war. Sonst immer war er gerammelt voll, man konnte nicht nach vorne oder hinten gehen und nicht mal mehr links oder recht ausweichen. Es war wirklich Schulter an Schulter mit fremden Menschen. Und gestern konnte man einen schönen Walzer auf dem Friedhof tanzen, so leer war er im Vergleich zu den letzten Jahren. Woran lag es? Die Menschen haben Angst sich mit der 'neuen gefährliche Grippe' anzustecken. Man kann daran sterben, man kann sich so leicht anstecken. Der Virus ist erneut mutiert und noch gefährlicher. Das hat viele davon abgehalten in die Kirche und auf die Gräber zu gehen.
Ich verstehe eines nicht: Wie war das damals vor ich glaube 10 Jahren - genau kann ich mich nicht mehr erinnern - mit BSE? Oder da, vor zwei Jahren - oder mehr oder weniger - mit der Vogelgrippe. Und jetzt die Schweinegrippe, mit der sich die Menschen verrückt machen. Und was kommt in zwei Jahren? Vielleicht die Hamstergrippe? Oder anstatt BSE vielleicht dann Katzenwahn?
Tatsache ist doch, das wir ständig Krankheiten hatten - und noch immer haben, da diese nicht gehen - die einen töten können. Man kann auch an einer normal Grippe oder an dem Nora-Virus sterben, bei dem man innerlich austrocknet. Aber bei all diesen schon bestehenden Krankheiten an denen Tausende bis Zehntausende oder sogar Hunderttausende sterben, bei diesen macht sich keiner Gedanken. Aber bei der Schweinegrippe, bei der in Deutschland sage und schreibe vier (!!) Menschen gestorben sind. Zwei in NRW - dem versuchsten Bundesland Deutschlands - und zwei in Bayern - dem zweitverseuchtem Bundesland Deutschlands.
Und wie viele sterben an einer kleinen Grippe? Über Hunderttausende! Und wen interessiert das noch? Niemanden. Das macht mir mehr Angst als die Tatsache an der Schweinegrippe zu erkranken. Wer sagt mir dass ich nicht eine normale Erkälrung bekomme - wie sie zu dieser Jahreszeit normal ist - diese sich zu einer Bronchitis oder/ und zu einer Lungenentzündung weiterentwickelt, an der man im übrigen auch sterben kann?
Ich arbeite in einem Kindergarten, und wir hatten viele Gespräche mit den Eltern über die Schweinegrippe, der Wahrscheinlichkeit das ihre Kinder sich anstecken könnten, über die Impfung und über ihre Sorgen.
Lasst ihr euch impfen?
Wenn ich mir überlege, an wievielen Krankheiten wir sterben könnten, an denen täglich Menschen erkranken, egal ob Rentner, Erwachsene, Jugendliche oder Kinder, Kleinkinder und Babys erkranken... davor habe ich Angst. Nicht vor einer Lapallie wie der neuen Grippewelle. Die ist in einem Jahr wieder vergessen. Und dann hat die Menschheit etwas neues vor dem es sich fürchten kann, mitdem man neues Geld verdienen kann, an dem wieder Menschen sterben. Ungefähr 90% weniger als an den normalen Krankheiten. Aber man muss den Menschen Angst einjagen.
Wer weis, vielleicht haben wir durch diese Virenentwicklung in 5 Jahren wieder eine Beulenpest... oder in 10 Jahren leidet die halbe Menschheit an einer böse Entwicklung der Tollwut, zuvor nur von Hunden oder Wölfen übertragen, nun auch von Mensch zu Mensch übertragbar, welches aus dem Menschen tatsächlich etwas wie einen Hund macht? Wer kann das schon sagen. Heutzutage ist alles möglich.
Es reicht nicht aus, dass wir Menschen die Erde kaputt machen, für die Ausrottung und den Massentot hunderter Tierarten schuld sind. Und es reicht auch nicht aus, dass wir Menschen uns gegenseitig umbringen. Und es reicht auch nicht aus dass wir die Welt den Abgrund runter schubsen. Nein. Es müssen auch noch Virenversuche durchgeführt werden, immer wieder neue Stammzellen entwickelt werden, immer mehr versuchen 'neue Medizin' zu entwickeln die dann gegen die neuen Virenzellen ankommt.
Interessant wie man von einem Friedhofbesuch auf den Untergang der Welt kommt.
Davor habe ich angst. Denn wenn die Menschen weitermachen wie bisher... in was für einer Welt wachsen dann meine eigenen Kinder auf?
Wann ist man Erwachsener, wann ist man Kind und wann ist man Jugendlicher? Wo ist der Übergang dieser Entwicklung und wann hat man seine Entwicklung zum Erwachsenen denn eigentlich abgeschlossen?
Es gibt heutzutage dafür Gesetze. Mit bis zum 14. Lebensjahr ist man Kind, also auch nicht Strafmündig. Bis zum 16. Lebensjahr können bereits kleine Straftaten angerechnet werden, bis zum 18. Lebensjahr noch einmal mehr. Und ab dem 18. Lebensjahr ist man voll strafmündig und gilt vor dem Gericht und dem Gesetz als erwachsen. Also laut Gesetz ist man bis 14 ein Kind, bis 18 ein Jugendlicher und ab 18 ein junger Erwachsener.
Es gibt noch so eine kleine Eselsbrücke. Im Englischen sagt man ‘thirteen’ usw. bist hin zum 20. Lebensjahr, was in englisch ‘twenty’ ist. Daher - so sagt man - der Ausdruck ‘Teenager’. Man ist ab dem 13. bis zum 20. Lebensjahr ein Teenager, also ein Jugendlicher. Erst danach zählt man zu den erwachsenen Leuten.
So sehen die gesetzlichen Regelungen für die Jugend aus. Aber nur weil jemand auf dem Papier 18 oder 20 ist, heißt es dann auch gleich dass er erwachsen ist? Ich kann das nicht befürworten und ich glaube von euch stimmt mir jeder zu dass es kaum einen in dieser Altersklasse gibt, der wirklich erwachsen ist.
Aber, was ist denn nun das Erwachsensein? Auf eigenen Beinen zu stehen, zu Arbeiten, eine Familie zu haben? Entschuldigt, dass bedeutet für mich nicht sofort dass jemand erwachsen ist. Auf eigenen Beinen zu stehen lernen heute schon unsere 12-Jährigen. Zu Arbeiten ist zum Teil schon mit 16 eine Selbstverständlichkeit. Und eine Familie zu haben? Seht euch um wie viele Teenieschwangerschaften wir haben. Ich selbst kenne in meiner Umgebung meines Elternhauses (Dorf an Dorf) vier Mädchen die im Alter von 16-17 Jahren schwanger geworden sind. Eine davon ist bereits mit dem zweiten Kind schwanger wo das erste noch nicht einmal ein Jahr alt ist. Ist sie deswegen erwachsen?
So, da man diese Punkte also nicht wirklich als ‘Erwachsen’ bezeichnen kann, was ist dann erwachsen?
Ich möchte euch etwas erzählen. Ich bin mit 17 Jahren ausgezogen. Ich habe mit 17 Jahren das Arbeiten angefangen. Eine soziale Arbeit, mit Kindern was mit sehr viel Verantwortung verbunden ist. Ich lebe seit über einem halben Jahr alleine, ohne Hilfe, von Geld das ich selbst verdiene. Ich finanziere mein Leben und mich selbst. Und ich arbeite mit der nächsten Generation. Und ihr glaubt mir sicher nicht wie viel Verantwortung in diesem Beruf steckt. Denn oft ist es mir selbst auch nicht richtig bewusst, wie soll das eine außenstehende Person verstehen für die dieser Beruf nicht mehr als den ganzen Tag spielen bedeutet?
Durch diese Punkte die ich bis heute in meinem Leben erreicht habe - sozusagen - werde ich als eine junge erwachsene Person bezeichnet von denen, die diese Zeit mitbekommen haben. Für die bin ich keine einfache Jugendliche, sondern eine junge Erwachsene die tatsächlich ernst zu nehmen und zu respektieren ist. Das wird mir des öfteren gesagt.
Macht euch euer eigenes Bild. Wenn ihr das hört, glaubt ihr dass ich erwachsen bin?
Was ist denn nun Erwachsen? Schaut eure Eltern an. Sind sie wirklich erwachsen? Oder einfach nur in einer Rolle in der sie sich erwachsen geben müssen um in irgendeiner weise ihr Leben und das ihrer Kinder - von euch - meistern zu können? Tun sie das nicht nur um zu verbergen dass sie innerlich doch noch Kinder sind die sich einfach nur verstecken?
Die Sache mit dem Erwachsenwerden wird wohl immer ein kleines Geheimnis bleiben. Ich bin der Meinung dass man nicht mit einem bestimmten Alter erwachsen ist, oder wenn man bestimmte Sachen in seinem Leben erlebt hat ohne die man nicht wäre wie man ist. Wenn man seine eigene Persönlichkeit aufgebaut hat. Dann ist man für mich erwachsen. Und ob das mit 16 oder 66 passiert, ist egal.
Ein Freund von mir hat mir etwas gesagt, darüber denke ich laufend nach. “Wenn das Kind in Deinem Herzen gestorben ist, dann bist Du erwachsen. Ich hoffe für Dich, Du wirst es niemals werden.“ Stimmt das? Ist man erst dann erwachsen?
Ich finde es ist wichtig tatsächlich das Kind in sich zu bewahren. Denn das Kind sieht alles optimistisch, kann sich über die kleinsten Kleinigkeiten freuen und das Lachen eines Kindes erhellt einem den Tag.
Jeder ist den Punkt ‘Erwachsenwerden’ anders. Die einen so und die anderen so. Aber im Prinzip kann man nie sagen was denn wirklich so ist. Es ist etwas was uns wohl immer beschäftigen wird. Denn schlussendlich muss jeder für sich selbst entscheiden wann man erwachsen ist.
Ich habe mir meine Blogs durchgelesen. Und etwas erkannt: ein paar davon hat ein Kind geschrieben. Etwas was ich bis vor ein paar Wochen noch vertreten konnte kann ich nun nicht mehr vertreten. Sei stolz auf deiner Vergangenheit, lebe dass du nicht bereust gelebt zu haben. Dazu stehe ich. Allerdings hatte ich die letzten Wochen Zeit, Zeit nachzudenken und viele Sachen aus einer anderen Sicht zu sehen. Und inzwischen finde ich es schade eine Möglichkeit in den letzten Jahren oder mehrere Möglichkeiten in den letzten Jahren nicht genutzt zu haben, die sich mir geboten hatten. Ich finde es schade dass ich schon ausgezogen bin, denn erst dadurch habe ich erkannt was meine Eltern für mich getan haben und wie wichtig sie mir eigentlich sind.
Früher hatten wir nur Streit und Uneinstimmigkeiten. Jetzt verstehe ich mich sehr gut mit ihnen. Und ich finde schade dass ich erst ausziehen musste um das möglich zu achten. Und ich wäre auch gerne noch bei ihnen zu Hause, anstatt allein ein einer Großstadt zu leben, zwar Freunde in dieser Stadt aber trotzdem unter Stress.
Bin ich vielleicht jetzt erwachsen? Jetzt, weil ich Dinge unter ganz anderen Aspekten sehe als zuvor? Weil ich anders denke als noch vor ein paar Wochen? Weil… ja, weil was? Wieso? Warum?
Macht euch selbst ein Bild davon. Bin ich erwachsen geworden? Oder noch immer das Kind aus ein paar der letzten Einträge? Ich weis es nicht, ich kann es euch nicht sagen.
Denn ich weis noch immer nicht was Erwachsensein denn nun wirklich bedeutet. Könnt ihr es mir sagen?
Warum hören wir Musik? Zur Unterhaltung, zum Tanzen, aus Spaß. Man geht auf Konzerte, kauft sich Platten, T-Shirts, Buttons und was einem noch so gefällt. Aber ist es nicht auch so, dass man auf Konzerten Menschen kennenlernt, denen die Musik auch gefällt? Die mit einem in der Konzerthalle feiern, abgehen und die Musik genießen? Eine Fanbase einer Musik ist dazu da um eine Band, die Musik die man gerne hört und die tausenden von Menschen verbindet zu unterstützen, auf dass die Fanbase wächst, die Musik weitergetragen wird und man neue Leute kennenlernt.
Ich muss zugeben - Würde es einige Bands nicht geben, würde ich jetzt viele Menschen in meinem Leben nicht kennen, Menschen die mit der Zeit sehr gute Freunde von mir geworden sind und mit denen ich nicht nur eine Band oder eine Musik gemeinsam habe. Ist das nicht unter anderem das Ziel von Musik? Menschen zusammen zu bringen? Dank der Musik habe ich viele und gute Freunde in Nordrheinwestfahlen und Berlin, aber auch internationale Kontakte nach Irland geknüpft. Und das, obwohl ich wirklich nicht die Beste in ‘english speaking’ bin. Aber genau durch solche Gespräche lerne ich die Sprache und lerne mich damit zu verständigen. Und es klappt!
Aber Musik öffnet einem Türen die sonst nicht aufgegangen wären. Ich habe mich lange in Irland mit ein paar Leuten über Musik unterhalten, wodurch wir einfach auch auf andere Themen kamen außerhalb der musikalischen Welt. Aber ist denn nicht genau dass das Ziel der Musik, die Menschen einander näher zu bringen?
Ich verstehe Fans einer Musik, einer Band nicht, wenn sie sich gegenseitig ausstechen, anzicken oder gar mobben. Das kann nicht das Ziel einer Band sein, dass sich ihre Fans bekriegen zum Teil nur wegen Missverständnissen oder eifersüchtigen Eingebungen.
Stellt euch vor: ihr seid eine bekannte Band mit einer größeren Fanbase. Ihr freut euch auf ein Konzert oder sonstigen Liveauftritt, geht auf die Bühne und lacht in die Menge. Und alles was zurückkommt ist verhasste Worte und Blicke innerhalb eurer Fans. Wie fühlt ihr euch dann?
Musik ist dazu da um neue Kontakte zu knüpfen, um spaß haben und feiern zu können, um seine Stimmung, seinen Livestyle und sich selbst zu zeigen.
Musik ist nicht da um Krieg zu führen mit Menschen oder Persönlichkeiten die man nicht einmal kennt!
Musik ist nicht da um jemanden hinterherlaufen und stalken zu können, den einen ohne seine Berühmtheit gar nicht interessiert!
Musik ist nicht da um die Schule zu schwänzen, sich zu verschulden oder seine Freunde zu hintergehen um auf Konzerte, Auftritte oder sogar zu den Berühmtheiten nach Hause fahren zu können!
Musik verbindet Menschen miteinander.
Musik schenkt Freundschaften, Liebe und Stärke.
Musik gibt Hoffnung wenn man sie braucht.
Musik tröstet wenn man es braucht.
Musik ist immer für einen da, egal was passiert oder was ist.
Musik unterstütz jemanden in allen Lebenslagen.
Musik ist einmalig, ist wichtig für jeden, denn ohne Musik würde jeder von uns früher oder später eingehen.
Musik ist nicht da um Krieg zu führen. Musik ist da um Leben zu können.
Tattoos und Piercings sind Themen, über die selbst die Gesellschaft nicht müde wird nachzudenken und sich zu Unterhalten. Wie werden Tattoos und Piercings in der heutigen Zeit angesehen, wie gehen die Menschen damit um?
Schaut doch mal aus dem Fenster, auf die Straße und beobachtete die Leute. Zählt mit wie viele davon sichtbar ein Tattoo oder Piercing haben. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene. Ihr werdet kaum jemanden antreffen der über 40 und gepiercit ist. Tattoos sind da wahrscheinlicher. Aber zurück zur Straße.
Habt ihr mitgezählt? Von sagen wir mal 100 Passanten sind knappe 20-25 sichtbar geprägt von diesem Modegang. Und dann zählt noch einmal die Hälfte davon dazu. Dann seit ihr bei der Anzahl angekommen die diesem Modegang folgen. Knapp 30% sind das dann. Erstaunlich, oder?
Derweil aber gibt’s es die Kunst das Tattoowierens schon seid tausenden von Jahren! Die alten Maja beherrschten diese Art der Körperverzierung schon Jahrzehnte bevor die ‘Weißen’ ihr Land eroberten. Dies ist also eine uralte Kunst. Damals wurden die Körper verziert, heute werden sie verziert. Damals war es ein Zeichen von Ruhm und Ansehen, damit wurde gezeigt dass ein Paar zusammen gehörte, dass jemand im reifen Alter ist... Für alles was damals wichtig war gab es ein Tattoo. Natürlich gab es Unterschiede zwischen denen einer Frau, eines Mannes und eines Kindes.
Aber trotzdem, die Kunst der Körperverzierung ist Jahrtausende alt. Ebenso wie die Technik. Aber nun seht doch noch mal aus dem Fenster. Wer von denen die ihr mit einem Tattoo seht haben dieses wohl aufgrund besonderer Tapferkeit oder Ruhmes? Niemand!
Heute ist es Mode ein Tattoo aus einem Katalog zu haben, welches vor fünf Jahren von einem Zeichner entworfen wurde. Das was damals als besonderes Zeichen galt und Tradition war ist heute nichts anderes als ‘aus der Masse hervorstechen’ mit immer größeren und spezielleren Tattoos.
Keine Frage, Leute. Die Tradition ist untergegangen.
Wie ist das aber mit Piercings? Wenn ihr mal in Geschichtsbücher seht und zu den Eingeborenen nach Afrika oder auch Australien seht… die haben eine Art an Piercing.
Auch wenn es bei ihnen Holzstecken oder Knochen sind die durch die Nase, die Ohren, die Backen, die Lippen oder sonstigen Körperteilen gejagt wurden, es ist eine Art des Piercings die wir nicht einmal mehr kennen. Und diese ‘Piercings’ bei den Eingeborenen haben ebenfalls wieder eine Bedeutung für die Stellung innerhalb des Stammes oder als Ruhmeszeichen.
Seht ihr, selbst diese Tradition ist nicht mehr vorhanden, niemand denkt mal mehr daran dass das alles früher eine wirkliche Bedeutung hatte. Heute ist es ein Modegang. Aber nicht einmal das mehr wirklich. Vor 20 Jahren noch, da war es Mode. Heute gehört dies alles zum Alltag.
Nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Tattoos und Piercings in der Gesellschaft
Sehen wir uns unsere Gesellschaft an: Ellenbogenmenschen, Karriereorientiert, Familienlos. Natürlich nicht alle, selbstverständlich! Aber immer mehr Menschen werden so. Wer zu viele Tattoos und zu viele Piercings hat, der hat diese Chance für eine gute Karriere sehr vermindert im Gegensatz zu einem ‘Normalo’. Es gib Chefs denen dies nichts ausmacht. Aber noch mehr denken an ihre Kunden und stellen diese besonderen Menschen nicht ein.
Ich will hier nicht sagen dass es immer so ist und das alle so sind oder was auch immer euch in den Sinn kommt. Es ist teilweise so. Es steht vermutlich - inzwischen - bei 50 zu 50... Oder doch bei 70 zu 30? Das kann man nicht genau sagen.
Ein Beispiel: Verkäuferin an der Kasse, Arzthelferin, Bankangestellter. Die Zusammenhänge? Tattoos und Piercings die Sichtbar sind, die sind nicht erwünscht. Bei Bankangestellten steht dies sogar im Vertrag!
Ein weiters Beispiel: Lehrer, Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Sozialpädagogische Fachkräfte an Schulen und Heimen. Die Zusammenhänge? Diese Menschen dürfen sichtbaren Körperschmuck haben. Allerdings müssen diese sich bewusst sein welche Verantwortung sie gegenüber Kindern und Eltern haben. Warum? Viele Eltern denken bei Körperschmuck an asoziale Säufer und Drogendealer. Dies ist eine Tatsache. Nicht viele Eltern sind ‘locker’ drauf. Die jungen Eltern, vermutlich eher als die Älteren. Unterschiedlich.
Aber diese sozialen Arbeiter müssen sich bewusst sein dass sie mit allem was sie tun, sagen und selbst mit ihrem Aussehen die Kinder beeinflussen. Wenn du scheiße sagst merken sich das die Kinder und sagen es nach, weil du hast es auch gesagt. Wenn du in Minirock ankommst und man das Höschen sieht machen das die Kinder früher oder später auch denn DU hast das ja auch gemacht, dann ist es ja oke. Versteht ihr was ich damit sagen will?
In der sozialen Schiene muss man sich stehts der enormen Verantwortung bewusst sein die man übernehmen muss. Denn diese Menschen erziehen die neue Generation. Machen sie etwas falsch, dann kann man dies nicht einfach mit einem Tusch wegwischen, sondern es zieht sich durch. Und geht weiter und weiter und weiter. Daher wird es dort ebenso eng gesehen mit Körperschmuck wie als Bankangestellter oder Arzt.
Seid doch mal ehrlich, würdet ihr euch von einem Arzt behandeln lassen der das Gesicht vollgepierct hat? Oder vielleicht sogar nur ein Augenbrauenpiercing hat, oder ein Lippenpiercing? Oder ein paar Tattoos? Nein, würdet ihr nicht. Warum nicht? Es hat sich im Kopf der Menschen festgesetzt dass diese Menschen es zu nichts bringen.
Nun gut, ich weiche vom Thema ab. Eigentlich geht es darum dass der Körperschmuck in Form von Tattoos und Piercings eine tausendjährige Tradition hat die verloren gegangen ist.
Jugendlich lassen sich heute piercen aus Trotz zu ihren Eltern, um gegen den Strom der Gesellschaft zu schwimmen. Sie haben auffällige Tattoos um genau das zu tun: auffallen! Ist diese Form des Körperschmucks also nur ein Hilferuf der Jugendlichen, um auch einmal gehört zu werden und nicht im Strom der Erwachsenen unterzugehen?
Nein, denn auch Erwachsene haben Tattoos und Piercings, den ihnen gefällt es. Biker zum Beispiel, die haben einiges an Tattoos die sie aufweisen können.
Ich weiche wieder ab.
Also, sind Tattoos und Piercings denn nun etwas um sich gegen die Gesellschaft zu wenden?
Ein Hilferuf der Jugend um gehört und gesehen zu werden?
Ein Modegang dem man einfach so folgt um ‘In’ zu sein und ‘dazuzugehören’?
Haben Menschen mit diesem Körperschmuck einen Nachteil, Jobs zu finden?
Haben sie Probleme damit angesehene sowie zu respektierende Persönlichkeiten zu sein?
Es ist schwer etwas genaues darüber zu sagen. Man kann sich nicht auf etwas spezialisieren oder etwas zu 100% sagen. Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.
Denn eines ist sicher: Tattoos und Piercings gab es schon vor über 3000 Jahren und sie wird es auch noch die nächsten tausend geben.
Ich habe vor einigen Monaten ein Gespräch geführt. Eines von vielen. Uh ja, wie interessant. Das war es wirklich. Ich habe mit zwei Menschen gesprochen. Die Namen möchte ich nicht nennen, aus Respekt.
Die beiden waren Freunde meines besten Freundes. Beide hatten Krebs. Für den (inzwischen verstorbenen) gab es keine Heilung mehr. Die Ärzte hatten ihm damals noch maximal vier Monate gegeben. Zwei Wochen danach war er verstorben. Das habe ich allerdings heute erst erfahren. Die andere... sie ist eine Mittvierzigerin, Familie, Kinder. Krank. Gebärmutterhalskrebs. Sie hatte nur drei Tage nach der Feier eine wichtige Operation. Und sie hatte Angst.
Wir saßen um ein Lagerfeuer, spätnachts und in Decken gewickelt. Wir sprachen über banale Sachen, das Wetter und Pflanzen, über Umzüge. Dann kamen wir darauf zu sprechen woher wir alle überhaupt meinen besten Freund kannten. Und somit kamen wir auf das Thema Krebs. Sie hat mir erzählt was bei ihr alles gefunden und gemacht wurde, von den Chemos, der Krankenhauszeit und ihrer Angst vor der bevorstehenden Operation. Dann habe ich ihr von mir erzählt.
Ich lag mit 13 Jahren im Krankenhaus. Ein Schatten auf der Lunge. Vermutlich Krebs. Vermutlich bösartig. Könnte am Herz angewachsen sein. Könnte Herz und Lunge angefressen haben. Könnte tötlich sein. Die Wahrscheinlichkeit dass es kein Krebs war, geringfügig. Spezialisten im Haus bei meiner OP, Blutkonserven bereitgelegt, alles nur notwendigste für den Fall der Fälle vorbereitet.
Sie hat mich gefragt wie ich damit klargekommen bin.
Es war mir relativ egal was die Ärzte gesagt haben. Ich habe mir selbst und meiner Familie gesagt, es sei kein Krebs. Es sei nicht am Herzen angewachsen. Es sei nicht notwendig die Spezialisten auf Bereitschaft zu halten und die Blutkonserven zu holen. Es würde nicht tötlich ausgehen. Ich würde bald wieder zu Hause sein. Ich zog nicht einmal in Erwägung dass es etwas schlimmes sein könnte. Keine Sekunde der wenigen Wochen in denen alles unklar war. Nie. Weil ich mir selbst gesagt hatte dass es nicht so sei.
Sie hat mich gefragt wie es denn weitergegangen wäre.
Mir wurde der 'Schatten' entfernt. Es war eine Geschwülst die zwischen meinen Lungenflügeln gewachsen sei, sich um mein Herz geschlungen hätte und sich um meine Luftröhre geschlossen hätte. Das daran schuld war dass ich immerzu Husten musste. Da die Luftzufuhr knapper als gewohnt war. Die Geschüwülst wurde entfernt. Alles was mitging war ein 1x6 cm kleines Teil meines rechten Lungenflügels. Sonst nichts. Das wars. Danach lag ich fünf Tage auf der Intensivstation, vier Tage auf der Chirugischen Station. Und dann wurde ich nach Hause geschickt. Alles verlief reibungslos und ohne Probleme. Drähte im Brustbein, eine lange Narbe und ab und zu etwas schmerzende Lungen (besonders bei Zigarettenrauch) sind alles was mich noch wirklich an die Zeit erinnert.
Sie hat mich gefragt wie es mir nun ginge.
Mir geht es gut. Ich kann mich nicht beklagen. Es geht mir besser als vielen anderen Menschen. Und das ist mir voll und ganz klar. Damals - mit 13 - war mir nicht klar was das alles hieß was sie mir erklärt hatten, denn für mich stand fest: Es läuft alles gut! Erst nachdem ich älter wurde und immerzu gefragt wurde was das für eine Narbe sei die man dort am Brustbein sehen könnte wurde es mir nach und nach klar. Erst mit dem Alter sah ich wie knapp ich dem Krebs und dem möglichen Tod eigentlich entkommen war. Wie viel Glück ich hatte. Glück das mein Opa nicht hatte, der an Krebs starb. Glück dass meine Tante nicht hatte die an Krebs starb. Glück das mein bester Freund nicht hat der an Leukämie erkrankt ist. Glück das diese Person mit der ich dieses Gespräch führte nicht hatte. Sehr ihr wie viel Glück ich damals hatte? Es ist ein wahres wunder dass ich gerade hier sitzte und dies alles aufschreiben kann.
Sie hat mich nichts mehr gefragt. Sie war erstaunt. Sie hatte mich an dem Tag kennengelernt. Als das quierlige, laute und durchaus sehr aktive Mädchen kennen gelernt als das mich viele nur kennen. Als jemand den man nicht ernst nimmt und den man unterschätzt. Auch sie hatte das über mich gedacht. Und war verwirrt wie viel Ernsthaftigkeit und wie viel einer jungen Erwachsenen denn eigentlich in mir steckt. Und sie hat mich gefragt wieso das denn so ist.
Mir ist bewusst was ich für ein Glück habe. Wie glücklich ich sein darf dass ich meinen eigenen 18. Geburtstag miterleben durfte. Da das einfach nicht verständlich ist. Und ich habe ihr eines erklärt: Das hat mir die Augen geöffnet wie wertvoll das eine Leben ist das wir bekommen haben. Und ich weis das. Und als mir dies bewusst wurde habe ich mir eines vorgenommen:
Mein Leben so zu leben dass ich es nicht bereuen brauche. Dass - wenn ich sterbe - ich nicht daliege und mich selbst verfluche weil ich bereue was ich früher getan habe. Sondern dass ich mit der Gewissheit sterben kann zufrieden zu sein mit dem wie ich gelebt habe. Dass ich nichts bereuen muss, dass ich mich nicht selbst bemitleiden muss. Dass ich weis dass ich das eine Leben das ich hatte auch leben konnte so wie ich es wollte. Und das tu ich, hab ich ihr gesagt. Ich lebe mein Leben. Und bisher bereue ich nichts von dem was ich getan habe. Auch wenn das ein oder andermal etwas nicht gutes dabei war. Auch das bereue ich nicht. Denn das ist das was mich ausmacht, was ich bin. Ich will stolz auf mich und mein Leben sein können wenn ich sterbe. Und dementsprechend handle ich.
Ich sage nicht nein zu einer spontanen Fahrt irgendwohin. Ich lass mir Tattoos stechen die eine hohe Bedeutung für mich haben. Ich mache Urlaub in Irland, wenn es mir gefällt. Oder bleib zu Hause. Ich fahre jedes Wochenende irgendwoanders hin, wenn mir danach ist. So lebe ich mein Leben.
Wenn ich glücklich bin springe und tanze ich durch die Gegend und zeige es. Wenn ich schlecht drauf bin dann will ich nicht reden. Wenn mich jemand nervt sage ich 'Tschüss, verpiss dich' und die Sache ist für mich gegessen. Wenn ich jemanden umarmen will, tu ich das. Wenn ich jemanden helfen will, tuh ich das. Wenn ich tanzen will, tuh ich das. Wenn ich lachen will, tuh ich das. Und wenn ich weinen will, tuh ich das. Ich lasse es mir nicht verbieten.
Daher unterschätzen mich zu viele Menschen. Sie sehen nur die Person die tanzt wenn sie sich freut, die lacht und laut sein kann. Sie sehen nicht die Person die sich vieles merken kann, die weis wovon sie redet, die durchaus ernst sein kann. Sie sehen nur das 'Kind' in mir. Das ist ihr Fehler.
Damals hat sie mich angesehen und gemeint dass sie nicht gedacht hätte dass ich so sein kann wie ich mit ihr rede. Aber das ich recht hätte. Und sie hat sich für das Gespräch bedankt das wir geführt haben. Denn dadurch hatte ich ihr einen großen Teil ihrer Angst genommen, sagte sie. Und lachte dann. Heute ist sie wieder im Krankenhaus. Nach der Operation schien alles gut. Nun wird es wieder schlechter.
Was hilft es einem sich über eine solche Operation verrückt zu machen, habe ich ihr gesagt. Ich habe es damals nicht getan, ich habe es nicht bei meinem Vater vor einiger Zeit getan. Und es hat mir geholfen. Dadurch konnte ich mir den Blick für die Tatsachen aufheben.
Und eine Tatsache ist dass man mit Pessimismus nichts erreicht.
Eine andere Tatsache: Mit jemanden zu reden tut gut. Sei es ein guter Freund oder gar ein Fremder. Ich habe die Erfahrung gemacht dass man oft mit jemanden den man nicht kennt, vielleicht sogar nie mehr sehen wird besser reden kann als mit einem Freund oder einer Freundin.
Ich lebe für mein Leben. Wofür lebst du?
Ich konnte ihr etwas ihrer Angst nehmen. Und ich hoffe ihr versteht was ich schreibe.
